Fehlermeldung E10A

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segstef
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Fehlermeldung E10A

Beitrag von segstef »

Ja, schade, da ist heute endlich mal wieder klasse Segwaywetter und was passiert? Einschalten und nix geht. E10A sagt der Key und das Seg "springt nicht an".
Der Akku ist nagelneu 6,6Ah von Lion und hat vor wenigen Tagen bei kühlerer Temperatur schon super seinen Dienst getan.
Den Versuch habe ich mehrfach mit gleichem Ergebnis wiederholt. hat jemand eine Idee?

Vielen Dank, Gruß stef :book2:
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mathiegi
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Beitrag von mathiegi »

Hallo Stef, das heisst dass das Batterie Board vom vordern Akku nicht antwortet.
Dies hatte ich mit den Lion42 leider auch ständig...
Immer nach dem ersten einschalten wenn diese voll waren und auch teils mitten auf der Strecke...
Liebe Grüsse

mathiegi/der Segwayflüsterer

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Beitrag von SegFenn »

mathiegi hat geschrieben:Hallo Stef, das heisst dass das Batterie Board vom vordern Akku nicht antwortet.
Dies hatte ich mit den Lion42 leider auch ständig...
Wäre es dann nicht einen Versuch wert, den vorderen gg. den hinteren Akku zu tauschen?

Ich hatte irgendwo Bilder von der Lion42-Leiterplatte gesehen, die Elektronik hat ein anderes Layout ggü. den bekannten AC/AF/AH-Leiterplatten. Wurde die Elektronik für die Lion42 vielleicht neu entwickelt und falls ja, wer hat das gemacht? Derjenige muß jedenfalls auch das gesamte Bus-Protokoll programmieren, falls nicht komplette Programmkerne vom alten Freescale-Controller übernommen wurden. Letzteres können nur Insider gemacht haben. Alle anderen müssen das Protokoll komplett "zu Fuß" neu konzipieren, wobei leicht vorstellbar ist, dass es dann möglicherweise zu Handshake- und / oder Timingproblemen kommen kann, welche die sicherheitsorientierte Base wiederum als einen Fehler interpretiert.

Nebenbei bemerkt kenne ich spontane (gewollte) Veränderungen in einem Bus-Timing von anderen industriellen Anwendungen her: Wenn der Empfänger auf eine sporadisch eingefügte Veränderung im Bus-Timing nicht wie vorgesehen reagiert, wird dieser als fehlerhaft abgewiesen und die Applikation beendet - das könnte man auch als eine Art Authentifizierungsverfahren sehen. Damit sichern sich manche Hersteller ihr Alleinstellungsmerkmal, da der Wettbewerb mit einem Konkurrenzprodukt beim Endkunden Erklärungsschwierigkeiten hat, warum es zu oftmals unerklärlichen Fehlern kommt. Ziel ist, dass der Endkunde wieder den Angeboten des Orig.-Herstellers vertrauen soll, welche diesen bestimmten (absichtlichen) Fehler eben nicht haben...
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spiagei
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Beitrag von spiagei »

Hallo,

Mal Akkus vorne nach hinten tauschen. Hatte das mit meinen Lions auch mal.Sonst austauschen lassen von Olaf.

Aber seitdem ca. 1,5 Jahre laufen die ohne Probleme.
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Beitrag von mathiegi »

In den Lion42 stecken effektiv ein nachgebautes BMS Board und andere Zellen mit mehr Kapazität.
Die Zellen sind top, aber das Board hat leider einige Fehler.
Ich hatte Lion42 Akku der verschiedene Chargen, doch alle machen zwischen durch, und immer wenn man sie vom Netz nimmt Probleme.
Es entstehen Sicherheitsabschaltungen und starkes vorheriges Drosseln wegen Kommunikations Problemen mit den Akkuboards.
Mehrmaliges neues Einschalten und probieren hilft dann meist. Aber ich musste auch schon einige km zurück gehen weil der Segway sich mit dem Lion42 nicht mehr starten lassen wollte. Auch hatte ich schon einige Lion42 die sich plötzlich nicht mehr laden lassen wollten und keine Balken mehr anzeigen konnten. Diese musste ich dann immer mit hohen Versandkosten zurück senden. Zum Glück ist der Importeur sehr kulant und hat mir alle Lion42 3mal kostenlos ausgetauscht.
Aber mit den erneuten Problemen entschloss ich alle Lion42 bis auf ein Testpaar zurück zu senden.
Liebe Grüsse

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Beitrag von SegFenn »

Tritt der Fehler nur beim vorderen Lion42-Akku auf? Falls ja, wie wäre es denn mit einer Gemischt-Bestückung? Vorn einen AH-Akku und hinten den Lion42... Die Gesamtreichweite sinkt zwar wieder, dafür wird der hintere Akku ohnehin etwas stärker entladen als der vordere. Könnte das etwas helfen?
mathiegi hat geschrieben:Auch hatte ich schon einige Lion42 die sich plötzlich nicht mehr laden lassen wollten
Oh, dass verwundert mich aber. Dann wäre nicht nur wie hier angedeutet die Base-Kommunikation sporadisch fehlerhaft, sondern auch die Steuersignale für die Ladetechnik lassen zu wünschen übrig. Selbst wenn der Nachbau-Controller mit der Base-Kommunikation während der Fahrt überlastet sein sollte, beim Ladevorgang ist alle Zeit der Welt, dass sollte für den Controller (bzw. dessen Programmierer) eine leichte Übung sein - zumal beim Ladevorgang eine (fehlerbehaftete) Base-Kommunikation nicht nötig ist.
Sieht für mich nach mindestens zwei Baustellen aus...
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Beitrag von mathiegi »

Es handelt sich um verschiedene Fehler. Wenn sie nicht mehr laden ist der interne Ladezähler aufgehängt und der Akku blockiert. Dies kann nur der Importeur mit einer Spezialsoftware entsperren.
Die Fehler beim Fahrbetrieb vermute ich eher bei Impedanz oder Timing-Problemen des Bus.
Auch mag der Lion42 Akku nicht wenn er direkt nach dem aufladen gestartet wird.

Die Fehler trafen bei mir sporadisch mal hinten, mal vorne auf. Aber keiner der 18Akkus hatte den Fehler nie!
Liebe Grüsse

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Beitrag von SegFenn »

mathiegi hat geschrieben:Wenn sie nicht mehr laden ist der interne Ladezähler aufgehängt und der Akku blockiert.
Ein Zähler für die Anzahl der Ladevorgänge, welcher mit Erreichen eines bestimmten Wertes weitere Ladevorgänge blockiert, klingt für nach programmierten Verschleiß (technische Bezeichnung: Obsoleszenz) und wäre für mich mit Sicherheit kein Kaufargument.

https://de.wikipedia.org/wiki/Geplante_Obsoleszenz
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Beitrag von mathiegi »

Es werden nicht die Ladevorgänge gezählt, sondern die ein- und ausgehende Energie (Ladestand).
Leider wird dieser bei flacher Entladung (stetiger Betrieb im oberen Balkenbereich) ungenau und muss mal kalibiert werden. Dies ist auch bei Ebikes oder Notebooks so.
Mit "aufhängen" meine ich, dass dieser Energiezähler abgestürzt ist und einen Reset benötigt.
Es gibt hier nach meinem Wissen keine geplante Obsoleszenz.
Der Akku meint intern einfach dass er z.B. -20% geladen sein und verweigert darum seinen Dienst.
Liebe Grüsse

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Beitrag von SegFenn »

OK, Danke für den Zusatz in der Erklärung. Ich habe diesen Effekt zwar nicht gesehen (und somit auch nicht näher untersucht), dennoch klingt es merkwürdig für mich, wenn der Importeur mit Spezialsoftware irgendetwas am Lion42 entsperren muß... Das Problem mit den Balken vom Ladezustand ist uns ja auch ohne Lion42 bekannt. Auch das Zählen der Energiemenge selbst ist zunächst kein Problem. Wenn aber am Ende diese Zählerei dazu führt, dass sich der Akku "sperrt" und das Laden verweigert (fehlende Freigabe der Ladeelektronik), dann ist dies keine Kleinigkeit mehr, sondern ein ernsthafter Mangel.

Möglicherweise wurde von den Experten für Akkuelektronik übersehen, dass die (mitgezählte) Energiemenge, die geladen wurde, niemals zu 100% wieder entnommen werden kann.
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Beitrag von mathiegi »

Es ist anscheinend plötzlich ein unsinniger Wert im Speicher, warum dies geschieht ist rätselhaft.
Aber mit der Software kann dann wieder ein plausibler Wert geschrieben werden damit der Akku wieder problemlos geladen werden kann.
Liebe Grüsse

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Beitrag von ohjesus66 »

Hallo liebe Segway-Gemeinde, :-x2
vielleicht kann jemand mir helfen:
Ich habe an meinem i2 (letztes Baujahr vor SE) +/- vom Akku herausgeführt (zwecks Einspeisen beim Fahren).
Bei ein paar versuchen mit DC/DC am hinteren Akku (SOC: 3 Balken entladen) war zunächst alles OK.
Beim letzten Versuch hatte ich versehentlich den Seg ausgeschaltet und kurz mit 1,5 A geladen. Danach mit Einschalten des Seg bekam ich die Fehlermeldung E102: keine Kommunikation zum hinteren Akku (A CU - BCU DOWN).
Akkus abbauen und über 24 h warten half nicht. Tausch der Akkus vorne zu hinten und umgekehrt läßt den Fehler mit Akku wandern, also nun Fehlermeldung E10A: keine Kommunikation zum vorderen Akku (B CU - BCU DOWN).

Ist der Seg. an der Steckdose, blinkt die LED grün.

Hat jemand eine Idee? :-??

Gruß,
Martin
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Beitrag von mathiegi »

Du hast das BMS Board zum hängen gebracht oder zerschossen. Für eine genauere Diagnose müsste ich den Akku mit dem SL02 auslesen.
Wenn alles nichts bringt muss man das BMS ersetzen.
Aber unter strenger ESD Richtlininen. Die Boards sind sehr empfindlich auf statische Entladungen.
Liebe Grüsse

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Beitrag von ohjesus66 »

Hallo hier ein Update:

Das BMS hatte sich offensichtlich aufgehängt. Gilbert gab mir ein paar Tipps und es hat tatsächlich funktioniert.

Also Akku tut wieder, keine Fehlermeldung :-)
Nochmals vielen Dank für die Mühe und den Versuch, Gilbert.

Gruß Martin
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Beitrag von SegFenn »

ohjesus66 hat geschrieben:Das BMS hatte sich offensichtlich aufgehängt. Gilbert gab mir ein paar Tipps und es hat tatsächlich funktioniert.
Könntest Du den Zusammenhang mit dem (ungeplanten) 1,5A-Ladestrom etwas genauer erläutern?
Wurde der Akku wie vorgeschlagen mit dem SL02 ausgelesen und falls ja, mit welchem Ergebnis?
Was genau wurde am BMS gemacht bzw. repariert?
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mathiegi
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Beitrag von mathiegi »

Sehr gerne Martin.
Es war interessant dich kennen zu lernen!
Liebe Grüsse

mathiegi/der Segwayflüsterer

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Beitrag von ohjesus66 »

Hallo SegFenn,

auf Deine Fragen möchte ich eingehen, allerdings sollte dadurch keine hitzigen Wettbewerbsdiskussion um Diagnose- oder Ladegeräte entstehen.
Ich freue mich über jede Kompetenz in der Segway-Gemeinde, wo ich eher Neuling bin. Und so wie es aussieht, können wir bezüglich technischer Unterstützung nicht all zu viel auf den Entwickler und Hersteller setzen. Vermutlich müssen wir selber einen Beitrag leisten, um unsere Geräte noch sehr viele Jahre am Laufen zu halten - und da brauche wir gerade jemanden wie Dich - und Gilbert und Roberto, Menschen mit viel Wissen in Elektronik, die sich seit Jahren mit dem Segway beschäftigen. (Wir brauchen auch die genialen Mechaniker wie Chrigel mit den tollen Ideen, bin am Mittwoch das Kamera-Seg mit Kniesteuerung und großen Rädern gefahren - ober cool - und das Doppel-Segway! Super!)

Also nun zum Akku:
1. Versuch: (Ladezustand Akku: 5 Balken)
Der Ladestrom kam aus einem DC/DC-Wandler mit ca. 80 V Ausgangsspannung im Leerlauf. Nach dem Verbinden mit dem Seg-Akku flossen 0,6 bis 0,7 A Ladestrom. Das Segway lief und hat (davon) eine mir unbekannte Menge Strom verbraucht.
Danach habe ich die Verbindung getrennt, alles i.O. (Zusätzlich habe ich noch Messgerät umgesteckt und den Eingangsstrom und die Eingangsspannung am DC/DC gemessen sowie die Ausgangsspannung unter Last, um den Wirkungsgrad zu überschlagen.

2. Versuch: (Ladezustand Akku: 5 Balken)
Wie erster Versuch, nur hatte ich zum einen vergessen das Segway einzuschalten :-( und ich habe dann dem DC/DC die Spannungsgrenze herunter gedreht. Gleichzeitig habe ich den Ladestrom gemessen und beobachtet. Dieser stieg an auf 1,5 A um dann nach weiterem geringem herunterdrehen der Spannungsgrenze auf Null abzufallen. Ein Zurückdrehen ergab sofort wieder ca. 1,5 A. Ich habe dann sicher 3x den Spannungsbereich runter und raufgedreht.
Es war unspektakulär, keine Funken oder sonst etwas auffälliges.
Nach Trennen der Verbindung habe ich meinen Fehler bemerkt, das Seg nicht eingeschaltet zu haben und habe es dann eingeschaltet. Es startete aber nicht, sondern zeigte den Fehler E102 an. Wie schon beschrieben half Akkutausch vo./hi. oder 24 h-off nicht. Eingestecktes Ladekabel ergab 2x grün!!

Bei Gilbert am SL02 war ausgehende Kommunikation vom Akku erkennbar, aber er hat auf nichts reagiert und konnte so auch nicht ausgelesen werden. Spannung lag bei 79,2 V. Ein Leihakku an meinem Seg hat funktioniert.

Der Hinweis war nun, dass eine geringe Chance besteht, den Akku an einer Stromsenke tief zu entladen auf 50 bis 55 V und sofort wieder extern zu laden. Schon aus Interesse wollte ich es probieren, auch mit der sehr geringer Hoffnung auf Erfolg.
Und - es hat funktioniert. Vor dem Entladen und nach dem Laden war der Akku leise, hat also nicht das hohe Pfeifen gehabt. Erst nach Betrieb am Segway hat er wieder gepfiffen.

Natürlich weiß ich nicht, warum es überhaupt zu dem Problem kam. Und dass die Akkus empfindlich aber auch robust sind, er tut ja noch ;-)

Gruß, Martin
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Beitrag von SegFenn »

@ohjesus66: Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung des Akku-Phänomens.

Eine weitere Frage zum Akku: Ist es ein Lion42-Akku? Oder ein Rev. AF? Es klingt alles nach Lion42...

Ich habe in den letzten Jahren sehr viel mit Segway-Akkus experimentiert, insbesondere ein 82V-Netzteil parallel auf die Zellen aufgelegt, etc. Ich hatte auch Ladeströme von 5A getestet, völlig ohne Probleme. Dabei war mein Seg. sowohl in Betrieb wie auch ausgeschaltet. Allerdings nutzte ich dazu einen i180, also Gen1, um den möglichen Schaden in Grenzen zu halten (die Base könnte beschädigt werden).
Ich habe den i180 auch testweise mit 2 modifizierten BMS am 82V-NT betrieben - ohne eine einzige Lithiumzelle!
Und ich habe den i180 testweise mit über 94V betrieben, wie ich hier mal mit Video berichtet hatte.
Ich hatte sogar mal die Power-Zuleitung vom BMS zum Netzteil versehentlich vertauscht (statt +80V lagen -80V an den dicken Powerdrähten), OHNE das etwas abgeraucht ist oder beschädigt wurde. Zugegeben, ich drehe die Strombegrenzung vom NT immer auf ein Minimum herunter, um möglichen Fehlern vorzubeugen. Das es bei der Verpolung aber zu keinem Schaden gekommen ist, spricht für die negative Spannungsfestigkeit der beteiligten Bauteile (es hing NUR die betriebsbereite BMS-LP verpolt am Netzteil, OHNE Zellen!).

Was ich bei den ganzen Fehlversuchen aber nie geschafft habe, ist, dass sich das BMS nach einer Fehlersituation verriegelt hat und die Kommunikation über den Bus dauerhaft verweigert. Nie und nimmer. Kann es vielleicht sein, dass es am Gen2 liegt? Also das der Akku von Dir am Gen2 den Fehlercode E102 liefert, aber am Gen1 in Betrieb gehen würde? Anders kann ich mir nicht erklären, dass ich noch nie ein derartiges Problem hatte.

Zu Deiner Vorgehensweise:

Mit 79,2V war der Akku nahezu vollständig geladen. Wenn beim Laden der Seg. ausgeschaltet ist, ergibt sich beim Einschalten des Seg. eine Diskrepanz in der Klemmenspannung des Akkus, da der Seg. den Ladestrom nicht "mitgezählt" hat, was min. zu einer falschen Balkenanzeige im Key führt. Allerdings darf dies NIEMALS dazu führen, dass der Akku den Bus nicht mehr bedient! Übrigens zieht der beim Laden eingeschaltete (und an die Wand gelehnte) Seg. vom Ladestrom ca. 0,2A, welcher in die Motoren und nicht in die Zellen des Akkus fließt.

Wäre ich an Deiner Stelle würde ich Folgendes tun: Den Fehler reproduzieren und die Zwischenschritte protokollieren. Ich bin der Meinung, dass die Ursache für das Akku-Phänomen gefunden werden sollte. Es muß einen kausalen Zusammenhang zw. Fehlerursache und Fehlerwirkung geben. Dies sollte m.E. schon deshalb getan werden, um einen bislang unentdeckten Mangel an dem betreffenden Akku auszuschließen.

Um welche Akku-Version handelt es sich (Rev. / Bj.)? Möglicherweise spielt die Akku-SW dabei eine Rolle.
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Beitrag von ohjesus66 »

Das Segway ist ein 2013er und der Akku hat Rev. AH.

Die 79,2 V waren am Mittwoch, als wir versuchten am SL02 auszulesen. Zum Zeitpunkt meiner Versuche, vor Beginn, bin ich extra gefahren und habe 3 Balken entladen. Ich habe mir dann die Spannung nicht aufgeschrieben, ich meine es waren aber um 77 V. Die 2 Versuche haben ja nur wenige Minuten gedauert, so dass keine relevanten Energiemengen geladen werden konnten.
Ich vermute, die 79,2 V kamen durch den Onboard-Lader zustande, da ich ja trotz der Fehlermeldung 2 grüne LED-Lampen bekam, also der Seg mehrere Tage geladen hat.
Die Ladeanzeige war dann auch nach mehreren Tagen bei 7 Balken plus die Fehlermeldung, statt den üblichen 8 Balken.

Ich werde weiter das Einspeisen umsetzen (leider geht das langsam, weil mein Elektroniker wenig Zeit hat). Mal sehen, ob der Fall dann wieder auftritt.

Gruß, Martin
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Beitrag von SegFenn »

Da ich meine Experimente alle mit BMS-LP der Rev. AF gemacht hatte, kann es hier tatsächlich einen Unterschied in der SW mit einer "Selbstverriegelungsfunktion im Fehlerfall" geben. Das ist zwar spekulativ, es gibt aber für mich keine andere Erklärung, zumal ich weit größere Störungen verursacht hatte, ohne die beschriebene Fehlerwirkung.

Eine weitere Ergänzung, basierend auf meine Erkenntnisse am Gen1: Immer wenn Akkus mit externen Stromquellen direkt auf das dicke Akku+ geladen werden, OHNE das der Seg. dabei eingeschaltet ist, kommt es ganz sicher zu einer fehlerhaften Balkenanzeige. Wenn Du hier nur 1x durcheinander kommst, ist die Balkenanzeige ohne Aussagekraft. Am Gen1 führte das im Extremfall dazu, dass ich trotz vollen Akku KEINE Balken mehr in der Anzeige hatte (Akku sendet dann SOC < 5% über den Bus) aber trotzdem 30km weit fahren konnte...
Bei Versuchen in diesem Bereich würde ich mich niemals auf die Balkenanzeige verlassen, sondern stets die Klemmenspannung des Akkus heranziehen.
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