eKFV-Verordnung

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Segfuchs
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eKFV-Verordnung

Beitragvon Segfuchs » 19.10.2018 18:00

Hallo,
ich habe eben zufällig folgenden Online-Beitrag über die sogenannte „Verordnung über die Teilnahme von Elektrokleinstfahrzeugen am Straßenverkehr“ (eKFV) gesehen: https://www.heise.de/autos/artikel/Die- ... 96972.html

Diese eKFV soll die MobHV ablösen. Den entsprechenden Referentenentwurf findet man hier: https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlag ... cationFile

Ob und welche Folgen das Ganze evtl. für Segways hat, konnte ich auf die Schnelle noch nicht herauslesen. Vielleicht hat jemand in der Runde Zeit und Lust am Wochenende, diesen Referentenentwurf genauer zu studieren und mögliche Änderungen zusammenzufassen. (Ich muss arbeiten.)

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Re: eKFV-Verordnung

Beitragvon Gawrisch » 20.10.2018 11:10

Das ist ja höchst interessant.
Bisher ist es in der Tat ja so, dass in den Bussen und Bahnen aufgrund der Tatsache, dass der Segway als "Kraftfahrzeug" eingestuft ist, diese nicht mitgenommen werden dürfen.
Vielleicht ist die dann ja doch bald möglich.
Es bleibt spannend.

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Re: eKFV-Verordnung

Beitragvon mathiegi » 24.10.2018 15:32

oder bald in Deutschland ganz verboten wegen der "zu hohen" Leistung...

https://t3n.de/news/e-longboards-e-roll ... 9-1119495/

Liebe Grüsse

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Re: eKFV-Verordnung

Beitragvon Fliegentod » 28.10.2018 09:10

über den $4 werden ja prinzipiell die nicht redundanten fahrzeuge ausgeschlossen, wenn ich das richtig sehe? weiter hinten im entwurf ist die rede von der realisierung der zweikreisbremse über zwei getrennte motorwicklungen bei selbstbalancierenden fahrzeugen: diese müssten doch dann auch von zwei unabhängigen "rechnern" angesprochen werden - einfach "parallel schalten" würde ja keinen sinn machen...???

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Re: eKFV-Verordnung

Beitragvon mathiegi » 28.10.2018 09:56

Richtig, so ist das Gesetz auch bei uns.
Aber neu müssen in DE noch Blinker dran...
Und ob der Segway mit seiner höheren Motorleistung noch erlaubt bleibt?
Liebe Grüsse

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Re: eKFV-Verordnung

Beitragvon Hexe » 28.10.2018 10:47

Segways welche bereits eine Betriebserlaubnis haben, kann Diese nicht mehr entzogen werden. Egal welche Motorleistung.

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Re: eKFV-Verordnung

Beitragvon mathiegi » 28.10.2018 11:02

Stimmt wohl. Aber werden noch neue Segway PT zugelassen?
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Re: eKFV-Verordnung

Beitragvon mathiegi » 28.10.2018 11:05

Traurig ist das die DE-exklusive Breitenlimite noch immer den x2 ausschliesst, auch ist noch immer eine Handsfree Lösung nicht wirklich zugelassen. :-(

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Re: eKFV-Verordnung

Beitragvon Hexe » 28.10.2018 11:20

Denke da wird sich noch etwas tun. Original Segways werden sicher nicht ausgeschlossen.

Und wenn doch, werden de zugelassenen Segways ordentlich wertvoll....

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Re: eKFV-Verordnung

Beitragvon Bergkamen » 29.10.2018 06:11

mathiegi hat geschrieben:Und ob der Segway mit seiner höheren Motorleistung noch erlaubt bleibt?

Die hohe Leistung steht auch für eine hohe Sicherheit in Sachen Balance und Bremswirkung. Ob Vmax nach 3,5 oder 5 Sekunden erreicht wird dürfte eigentlich nicht die große Rolle spielen.

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Re: eKFV-Verordnung

Beitragvon Wendelstein » 01.01.2019 21:01

Wendelstein hat sich in der „staden Zeit zwischen den Jahren“ den Entwurf dieser deutschen Verordnung einmal angesehen. Aber nur kurz: Denn dieser Entwurf ist ein schreckliches, typisch deutsches bürokratisches Monstrum, mit dessen Lektüre Wendelstein sich nicht die gute Feiertagslaune verderben lassen wollte. Kurzes Fazit: Segways und ähnliche Fahrzeuge werden in Deutschland ganz sicher weiterhin als „Kraftfahrzeuge“ behandelt, und den Gedanken an die Mitnahme in einer deutschen Eisenbahn kann der Segwayer gleich ad acta legen. Insofern enthält die Verordnung nichts Neues. Interessanter ist die geplante Begrenzung der Höchstleistung dieses Elektrokleinkrams auf 500 W, evtl. 1200 W, die es in der bisher geltenden Verordnung nicht gibt und die von einigen Segforumsteilnehmern weiter oben etwas besorgt kommentiert wird, weil doch jeder der beiden Motoren aufgrund seiner technischen Auslegung 1,5 kW Maximalleistung abgeben könnte.

Nun, nach Wendelsteins Meinung ist die Sorge weitgehend unbegründet. Denn es kommt wohl nicht auf die Leistung an, die die Motoren theoretisch erbringen könnten, sondern auch noch auf Spannung und Stromstärke, die die Akkus maximal liefern können, und auf den Wirkungsgrad der Umwandlung von elektrischer Energie in mechanische Energie, einschliesslich der Verluste im Getriebe. Diese Faktoren begrenzen die Leistung des Systems, oder anders ausgedrückt: Es kommt bei der Leistungsangabe darauf an, was am Ende an den Rädern ankommt; das ist bei den Elektrovehikeln sicher nicht anders als bei einem normalen Auto. Hier bleibt der Segway praktisch weit unter den 3 kW, und es erhebt sich die Frage, inwieweit es überhaupt notwendig oder sinnvoll ist, für ein Fahrzeug, dessen Höchstgeschwindigkeit technisch sowieso auf 20 km/h begrenzt ist, eine Leistungsobergrenze anzugeben. Es ist zu hoffen, dass der Entwurf der Verordnung noch so nachgebessert wird, dass in diesem Punkt Klarheit besteht.

Die Leistung am Ende des Antriebsstrangs kann jeder Segwayer ohne allzu grosse Mühe auf einer geeigneten steilen längeren Teststrecke im Gebirge selbst ermitteln. Hier Wendelsteins Ansatz: Er hat schon oft zu Testzwecken die Panoramastrasse aufs Kitzbühler Horn befahren, dabei oft genug von unten bis oben durchwegs mit der höchsten Geschwindigkeit, die der Segway ermöglichte (und hat auch darüber hier im Segforum berichtet; siehe viewtopic.php?f=8&t=2648#p15491). Das Resultat lässt sich in wenigen Worten so zusammenfassen: Für die 1250 m Vertikaldistanz benötigte er – bei einem Gesamtgewicht von Fahrer und Fahrzeug von rd. 125 kg – etwa 50 Minuten. Bei der Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 12 km/h kann man den Luftwiderstand einmal ausser Betracht lassen. Damit ergibt sich folgende Rechnung (bei welcher Wendelstein gern das „veraltete“ kp als Einheit für die Kraft verwendet, das dafür sehr bequem ist):
– Geleistete Arbeit: 125 kp · 1250 m = 156250 kpm
- Durchschnittliche Leistung: 156250 kpm/3000 sec ≈ 52 kpm/sec ≈ 520 Nm/sec = 520 W
Wobei der Einfachheit halber 1 kp ≈ 10 N gesetzt wurde; den Fehler von 2% dürfen wir mal getrost vergessen. Rechnen wir noch etwas für Luftwiderstand und für Rollwiderstand ein, die in dieser Überschlagsrechnung aussen vor gelassen wurden, so sind wir mit 600 W wahrscheinlich ganz gut dabei. Für die Balancierleistung gesteht der Entwurf uns ja grosszügigerweise 600 Extrawatte zu, die wir dazu aber nie vollständig brauchen werden. In diesem Sinne sieht Wendelstein der Zukunft des Segways in Deutschland gelassen entgegen und wünscht er allen Segwayern, auch denen, die hier nicht mitlesen, ein gutes und glückliches Neues Segwayjahr 2019.

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Re: eKFV-Verordnung

Beitragvon Gawrisch » 31.01.2019 22:01

Hallo Wendelstein,

vielen Dank für die tolle Rechnung. Das hört sich ja für uns ziemlich gut an.


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